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Brain Drain

Mit Brain Drain ("Exodus der Besten") umschreibt man die Abwanderung hoch qualifizierter Nachwuchswissenschaftler vornehmlich in die USA oder nach Großbritannien. Die Bundesregierung hat diese Entwicklung erkannt und mehrere Förderprogramme entwickelt.

In Deutschland hat sich 2003 ein Verein mit dem Namen German Scholars Organization (GSO) mit Büros in den USA und Berlin gegründet. Ziel der GSO ist es, mittelfristig deutsche Akademiker, die im Ausland leben und arbeiten, wieder nach Deutschland zu holen. Das Angebot der GSO richtet sich an Graduierte, Postdocs sowie etablierte Wissenschaftler im Ausland, die sich eine Rückkehr nach Deutschland vorstellen können.

Seit 2006 bietet die GSO in Zusammenarbeit mit der Krupp-Stiftung das Förderprogramm "Rückkehr deutscher Wissenschaftler" an, welches mit einem Gesamtbudget von 2,5 Millionen Euro deutsche Hochschulen bei der wissenschaftlichen Personalrekrutierung unterstützt. Das Projekt ist zunächst bis 2008 befristet.

Das gegenteilige Phänomen wird als Brain Gain bezeichnet und benennt die Gewinnung ausländischer Spitzenforscher. Anhand neuerer Forschungen zur Migration von hoch Qualifizierten ist es sinnvoll, den Begriff "Brain Circulation" zu verwenden. Dieser bezieht sich einerseits auf die Bemühungen der Hochschulen und Forschungseinrichtungen, deutsche Wissenschaftler im Ausland für den Standort Deutschland zurückzugewinnen als auch qualifizierte ausländische Wissenschaftler für die deutsche Hochschullandschaft zu rekrutieren.