CHE-Forschungsranking  

An welchen Universitäten finden Wissenschaftler die besten Bedingungen für die Forschung? Das aktuelle CHE-Forschungsranking 2007 bewertet sechs der insgesamt 16 Fächer neu.

Die wissenschaftlich stärksten Universitäten Deutschlands stehen in München, Heidelberg und Karlsruhe. Zu diesem Resultat kommt jetzt das neue Forschungsranking vom Centrum für Hochschulentwicklung (CHE).

Die Spitzenunis in Maschinenbau

CHE-Forschungsranking 2007 Maschinenbau
© ZEIT-Grafik/ Quelle: CHE

Grundlage der Ergebnisse ist das umfangreiche Datenmaterial aus den Untersuchungen zum CHE-Hochschulranking. Es macht die Forschungsaktivitäten bundesweit transparent und zeigt besonders forschungsstarke Fakultäten auf. Im Kern geht es dabei aber nicht um Aussagen über eine Universität insgesamt, sondern um Profile besonders erfolgreicher Fakultäten. Das CHE erstellt deshalb keine Ranglisten (Erster, Zweiter...), sondern versammelt jene Universitäten in einer Spitzengruppe, die in einer jeweiligen Disziplin besonders forschungsstark sind.


Der Vergleich der Hochschulen stellt die Qualität der Forschung also in einzelnen Fächern gegenüber. Insgesamt erfasst das CHE 16 Fächer aus den Natur-, Ingenieur-, Geistes- und Sozialwissenschaften, von denen jedoch kaum eine Universität alle anbietet. In diesem Jahr bewertet das CHE zudem die Naturwissenschaften neu: Biologie, Physik und Chemie sowie 2006 zum ersten Mal Mathematik und Medizin.

Die Spitzenunis in Elektro- und Informationstechnik

CHE-Forschungsranking 2007 Elektrotechnik
© ZEIT-Grafik/ Quelle: CHE

Die TU München schaffte es in diesem Jahr, sieben von acht Fakultäten in der Spitzengruppe zu platzieren. An der Universität Heidelberg erweisen sich neun von dreizehn Fakultäten als »forschungsstark«. Insgesamt können acht Hochschulen diese Auszeichnung für mindestens die Hälfte ihrer untersuchten Disziplinen verbuchen. In die CHE-Champions-League aufrücken konnten in diesem Jahr Göttingen und Stuttgart, herausgefallen sind die FU und die HU Berlin sowie die Universität Bonn.

Das CHE stellt die Untersuchungen jährlich an und wird dabei von der Deutschen Telekom Stiftung unterstützt. Während das Förderranking der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG) vornehmlich die eingeworbenen Drittmittel erfasst, prüft das CHE die Forschungsstärke in den verschiedenen Disziplinen anhand mehrerer Leistungsmerkmale.

Folgende Fächer wurden 2007 neu bewertet:

Maschinenbau»
Elektro- und Informationstechnik»
Anglistik»
Geschichte»
Psychologie»
Erziehungswissenschaften»

Für folgende Fächer wurden die Daten bereits 2006 aktualisiert:

Biologie»
Chemie»
Mathematik»
Medizin»
Pharmazie»
Physik»
Zahnmedizin»

Die Fächer mit einer Datenbasis von 2003 - 2005 sind:

Betriebswirtschaftslehre»
Soziologie und Sozialwissenschaften»