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Auslandsaufenthalt nach Habilitation?

Auslandsaufenthalt nach Habilitation?© Vladimir Liverts - Fotolia.com

Kommendes Semester wird mein Habilitationsverfahren abgeschlossen sein. Meine Fragen:

(1) Ist es ratsam, danach 1-2 Jahre ins Ausland zu gehen?
(2) Bestehen konkrete Fördermöglichkeiten? Muss dazu Kontakt zu einem Institut bestehen?
(3) Wie ist aus Ihrer Sicht die Annahme einer Stelle außerhalb der Universität zu bewerten? Gibt es danach einen Weg zurück?

Die Antwort des DHV-Expertenteams: Soweit Sie im kommenden Semester Ihr Habilitationsverfahren abschließen, stellen sich verschiedene Optionen für Sie dar. Ob es vor diesem Hintergrund ratsam ist, zunächst ein bis zwei Jahre ins Ausland zu gehen, hängt sicherlich von Ihrem Fach sowie darüber hinaus auch von der nationalen sowie internationalen Arbeitsmarktlage ab. Ein Auslandsaufenthalt dürfte - soweit sich aus Ihrer Sicht nicht in den nächsten ein bis zwei Jahren eine Berufungsperspektive auf eine Professur stellt - sicherlich eine gute Option bieten, Ihre internationalen Erfahrungen aufzuwerten. Dies gilt selbstredend nur, soweit der Auslandsaufenthalt auch Ihrem Fach zugute käme.

Ihre Frage, ob konkrete Förderungsmöglichkeiten bestehen, läßt sich nur dahingehend interpretieren, daß Sie beispielsweise eine Förderung im Rahmen eines Stipendiums anstreben. Insofern könnte Ihnen möglicherweise die Datenbank für Auslandsstipendien des DAAD weiterhelfen.

Sofern Sie zunächst eine Anstellung außerhalb der Universität aufnehmen, verbaut dies nicht grundsätzlich den Weg zurück. So kann eine Tätigkeit in einem Industrieunternehmen oder in einer Forschungseinrichtung durchaus dazu beitragen, daß Ihr internationales Profil im Hinblick auf Ihre Forschungstätigkeiten gestärkt wird. Letztlich wird es jedoch auch in diesem Fall auf die konkrete Tätigkeit außerhalb des Universitätsbereiches sowie Ihre Fächerkultur ankommen.