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Berufungszulage bei Erstberufung W2?

Berufungszulage bei Erstberufung W2?© Fantasista - Fotolia.com

Ich habe als 44-jähriger Informatiker einen W2-Ruf an eine Fachhochschule in Niedersachsen erhalten. Leider ist das W2-Grundgehalt (4006 € mtl.) mit meinem jetzigen Angestelltengehalt in der Industrie (6100 € mtl.) auch unter Berücksichtigung der Vorteile des Beamtenstatus überhaupt nicht vergleichbar.

Dazu meine Frage: Welchen Berufungszuschlag (unbefristet, ruhegehaltsfähig, evtl. dynamisiert) halten Sie in meiner Situation für realistischerweise in den Berufungsverhandlungen durchsetzbar? Ich denke an mindestens 500 €, um wenigstens momentan eine Äquivalenz zur früheren C2-Besoldung (Stufe 12) zu erhalten.

Die Antwort des DHV-Expertenteams: Aus unserer Perspektive sollten Sie hier nicht an eine Äquivalenz zu Ihrer früheren C 2-Besoldung denken, sondern vorrangig auf Ihren jetzigen Status quo abstellen. Hiervon ausgehend ist festzustellen, dass nicht nur dieser gewahrt werden sollte (als Mindestvoraussetzung), sondern auch noch ein Berufungsgewinn erzielt werden soll. Dieser ist zweifelsohne zum einen von Ihrem "Standing", zum anderen vom Gewinnungsinteresse der Fachhochschule abhängig. Zumindest formalrechtlich ist es unproblematisch, Ihnen hier ein äußerst attraktives Angebot zu unterbreiten.