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Besteuerung bei W-Besoldungen

Besteuerung bei W-Besoldungen© Lukas Dorn-Fussenegger - Photocase.de

Die Grundbezüge für die verschiedenen W-Besoldungsgruppen kenne ich. Klar ist mir jedoch nicht, wie die Besteuerung aussieht: W2/W3 brutto entspricht sicherlich nicht W2/W3 netto. Welche steuerlichen Abzüge bzw. Beiträge zur Sozialversicherung etc. kommen prinzipiell hinzu?

Die Antwort des DHV-Expertenteams: Bei einem monatlichen Bruttogehalt würden als Beamter eine monatliche Lohnsteuer, ein monatlicher Solidaritätszuschlag und eine monatliche Kirchensteuer von dem W2-Brutto-Gehalt (von 3.890,03 Euro = Bruttogehalt) abgehen. Gleiches gilt für ein Brutto-W3-Gehalt.

Außerdem ist noch ein entsprechender Krankenkassenbeitrag (z.B. einer privaten Krankenkasse) abzuziehen, der sich nach einem entsprechenden Beamtentarif richtet. Hier ist zu bedenken, dass ein Beamter beihilfeberechtigt beim Land ist und somit vom Land einen gewissen Teil seiner Krankenkosten (50 %) erhält. Er muss sich dann also nur noch für den nicht vom Land übernommenen Teil der Krankenkosten bei der privaten Krankenkasse versichern lassen.

Nur wenn Sie nicht als Beamter tätig sind, müssen Sie - dann als Angestellter - noch die entsprechenden Sozialabgaben monatlich von diesem Bruttobetrag neben den bereits oben erwähnten Abgaben abziehen. Sozialabgaben sind die monatlichen Beiträge zur Arbeitslosenversicherung, zur Rentenversicherung, zur Krankenversicherung und zur Pflegeversicherung. Eine Steuerrechtsberatung kann hier leider nicht erfolgen.
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