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Brain Drain

Was ist der Brain Drain? Wie reagiert Deutschland auf den Brain Drain?

Brain Drain
Mit Brain Drain ("Exodus der Besten") umschreibt man die Abwanderung hoch qualifizierter Nachwuchswissenschaftler vornehmlich in die USA oder nach Großbritannien. Die Bundesregierung hat diese Entwicklung erkannt und mehrere Förderprogramme entwickelt.

In Deutschland hat sich 2003 ein Verein mit dem Namen German Scholars Organization (GSO) mit Büros in den USA und Berlin gegründet. Ziel der GSO ist es, mittelfristig deutsche Akademiker, die im Ausland leben und arbeiten, wieder nach Deutschland zu holen. Das Angebot der GSO richtet sich an Graduierte, Postdocs sowie etablierte Wissenschaftler im Ausland, die sich eine Rückkehr nach Deutschland vorstellen können.

Seit 2006 bietet die GSO im Auftrag der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung das Programm "Rückkehr deutscher Wissenschaftler aus dem Ausland" an, das einen Beitrag dazu leisten soll, dass deutsche Forscher, die sich im Ausland befinden, für eine Lehr- und Forschungstätigkeit nach Deutschland zurückkommen. Das Projekt unterstützt deutsche Hochschulen bei der Berufung deutscher Forscher aus dem Ausland mit einem Gesamtvolumen von 5 Millionen Euro.

Der Begriff Brain Rain steht, im Gegensatz zum Brain Drain, für die Rückgewinnung deutscher Forscher für die Gewinnung ausländischer Spitzenforscher. Anhand neuerer Forschungen zur Migration von Qualifizierten ist es sinnvoll, den Begriff "Brain Circulation" zu verwenden. Dieser bezieht sich einerseits auf die Bemühungen der Hochschulen und Forschungseinrichtungen, deutsche Wissenschaftler im Ausland für den Standort Deutschland zurückzugewinnen als auch qualifizierte ausländische Wissenschaftler für die deutsche Hochschullandschaft zu rekrutieren.

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