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Der DHV kämpft weiter um eine wettbewerbsfähige Besoldung

 

Der bayerische Verfassungsgerichtshof bestätigte die derzeitigen Grundgehaltssätze der Besoldungsgruppen W2 und W3. Der DHV kündigte an, den Kampf um eine wettbewerbsfähige und leistungsgerechte Besoldung von Wissenschaftlern weiterzuführen.

Der DHV kämpft weiter um eine wettbewerbsfähige BesoldungBernhard Kempen, Präsident des DHV
"Der Deutsche Hochschulverband wird sich von der enttäuschenden Entscheidung des Bayerischen Verfassungsgerichtshofes in seinem Engagement für eine leistungsgerechte Vergütung von Wissenschaftlern nicht entmutigen lassen", erklärte der Präsident des Deutschen Hochschulverbandes (DHV), Professor Bernhard Kempen.

Der Verfassungsgerichtshof hatte am 28. Juli 2008 festgestellt, dass die Grundgehaltssätze der Besoldungsgruppen W 2 und W 3 zumindest derzeit eine noch amtsangemessene Alimentation für bayerische Hochschullehrer gewährleisteten.

"Implizit bestätigt der Verfassungsgerichtshof damit den grundsätzlichen Nachbesserungsbedarf bei der W-Besoldung, den der Hochschulverband von Anfang an gesehen hat", so Kempen.
Unter allen Wissenschaftsorganisationen herrsche Einigkeit, dass die derzeitige Fassung der W-Besoldung im globalen Wettbewerb um die besten Köpfe einen eklatanten Nachteil darstelle. Der DHV werde die anhängigen Rechtsschutzverfahren in Hessen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein gegen die zu niedrige Eingangsbesoldung weiter unterstützen. Ziel sei eine endgültige Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts.

"Die Ankündigungen des Bayerischen Ministerpräsidenten, die Grundgehälter anzuheben, und die Pläne Baden-Württembergs, zu einer Flexibilisierung des Vergaberahmens durch Drittmittel zu gelangen, gehen in die richtige Richtung und zeigen, dass auch in der Politik dringender Handlungsbedarf bei der Vergütung von Wissenschaftlern gesehen wird", erklärte der Vorsitzende des Landesverbandes Bayern im DHV, Professor Rüdiger Ahrens.

Der Bayerische Landesverband des DHV hatte die Klage beim Bayerischen Verfassungsgerichtshof im eigenen Namen erhoben. Die Besoldung für Hochschullehrer müsse attraktiv aber auch im Quervergleich zu anderen Beamtengruppen, wie z.B. den Lehrern, gerecht sein.

Aus Forschung und Lehre :: September 2008

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