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Fachhochschule (FH) (University of Applied Sciences)

Was ist eine Fachhochschule (FH)? Wo liegen die Unterschiede zwischen einer Fachhochschule (FH) und einer Universität?

Fachhochschule (FH) (University of Applied Sciences)
Die nur in Deutschland bekannten (und darum englisch übersetzungsbedürftigen) Fachhochschulen sind seit Ende der 60er Jahre z.B. aus Ingenieurschulen oder Höheren Wirtschaftsfachschulen entstanden.

Durch die Einbeziehung der neuen Bundesländer hatte dieser Hochschultypus eine neue Bedeutung bekommen. Inzwischen bilden Fachhochschulen mit ihren ausbildungsintegrierenden Studiengängen (Duales System) ein wesentliches Element des deutschen Hochschulwesens. Der entsprechende Andrang hat allerdings dazu geführt, dass auch hier in vielen Fächern Zulassungsbeschränkungen (ZVS) eingeführt werden mussten.

Studiengänge an Fachhochschulen sind stark praxis- und berufsbezogen. Häufig besteht ein "direkter Draht" zu regionalen Wirtschafts- und Verwaltungsbetrieben. Diese nutzen Dienstleistungen "ihrer" Fachhochschule wie Wirtschaftsberatung und Technologietransfer.

Die Studiendauer ist meist kürzer als an der Universität und die Lehrinhalte und -methoden sind ganz auf die Anforderungen des späteren Berufslebens zugeschnitten. Fachhochschullehrer sind oft erfahrene Berufspraktiker oder auch Manager, die die Anforderungen der Berufsfelder auf dem Arbeitsmarkt genau kennen. Dieser Ruf führt dazu, dass Fachhochschulabsolventen gute berufliche Perspektiven in der freien Wirtschaft haben. Das Fächerangebot ist besonders auf den Bedarf an akademisch ausgebildeten Praktikern in Ingenieurberufen, in der Betriebswirtschaft, im Bereich Design und im Sozialwesen ausgerichtet. Hinzu kommen vermehrt interdisziplinäre Studiengänge wie z. B. Wirtschaftsingenieurwesen, Biotechnologie, Medieninformatik und Medizintechnik.

Der Wissenschaftsrat spricht Empfehlungen zur Entwicklung der Fachhochschulen aus.

Voraussetzung für das Studium an einer Fachhochschule ist das Abitur. Für Kunst, Musik oder Sport gibt es zusätzliche Eignungsprüfungen. Mögliche Studienabschlüsse an Fachhochschulen sind Bachelor, Master und Diplom.

Fachhochschulen haben keine Promotionsberechtigung. Qualifizierte Fachhochschulabsolventen werden aber zur Promotion an Universitäten zugelassen.

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