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Kann die Altersgrenze für die Beamtung als Professor ein Berufungshindernis sein?

Kann die Altersgrenze für die Beamtung als Professor ein Berufungshindernis sein?© Tony und Char Mandarich - Fotolia.com

Langsam, aber sicher nähere ich mich der Altersgrenze für die Verbeamtung als Professor, bisher aber ohne Ruf.

Meine Fragen:

1. Kann dies ein Hindernis für eine Universität sein, einen Ruf auszusprechen, schließlich liegen die Kosten für Angestellte vor der Verrentung deutlich höher als für Beamte.

2. Würden für einen angestellten Professor dieselben Bruttobezüge gelten wie für einen verbeamteten, also W-Grundgehalt plus ggfs.Familienzuschlag?

Die Antwort des DHV-Expertenteams: Einstellungsaltersgrenzen spielen bei der Einstellung eines Professors nur dann eine Rolle, wenn dieser in ein Beamtenverhältnis berufen werden soll. Eine Berufungskommission darf sich nicht vom Alter eines Bewerbers leiten lassen, da dies eine Altersdiskriminierung darstellen würde, sondern nur von der vorhandenen Qualifikation des Bewerbers. Die Ruferteilung liegt bei der Hochschulleitung, auch diese sollte keinerlei haushaltsrechtliche Gründe geltend machen bei der Berufung eines älteren Bewerbers, der von der Berufungskommission als der Beste im Rahmen der "Bestenauslese" benannt worden ist.

Ein Professor, der die beamtenrechtliche Einstellungsaltersgrenze überschritten hat, kann als Angestellter beschäftigt werden. Zu Recht gehen Sie aber davon aus, dass die Beschäftigung eines Angestellten in der Regel für eine Hochschule haushaltsrechtlich teurer ist als die eines Beamten.
Die angestellten Professoren erhalten Bezüge analog der W-Besoldungs-Sätze. Höhere Bezüge zur Kompensation für die Nichtbegründung eines Beamtenverhältnisses könnten verhandelt werden. In analoger Anwendung des Besoldungsrechts erhalten auch angestellte Professoren in der Regel Familienzuschläge.

Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir zu Ihren Fragestellungen keine weiteren Auskünfte geben können, da eine Rechtsberatung im Rahmen der academics-Karriereberatung nicht möglich ist. Mitglieder des Deutschen Hochschulverbandes können im Rahmen der Beratung eine umfassende Expertise zum Thema "Einstellungsaltersgrenzen" (insbesondere Ausnahmetatbestände) erhalten.

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