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Kann ein Auslandsaufenthalt die mangelnde Vernetzung im eigenen Land aufwiegen?

Kann ein Auslandsaufenthalt die mangelnde Vernetzung im eigenen Land aufwiegen?© Beboy - Fotolia.com

Ich promoviere gerade im Fach Umweltchemie an einer privaten Forschungseinrichtung in Neuseeland. Durch die enorme Distanz zum europäischen Forschungsraum habe ich folgerichtig wenig Kontakt zu Forschern und Forschungsmanagern, die in Europa tätig sind.

Meine Sorge besteht nun darin, daß diese mangelnde Vernetzung von Nachteil für mich sein könnte, wenn es nach der Promotion darum geht, einen guten Job zu bekommen; etwa in einem europäischen Förderprogramm oder in einer europäischen Institution.

Daher meine Frage: Kann ein Auslandsaufenthalt im pazifischen Raum zur Erlangung eines PhDs die mangelnde Vernetzung in Europa bei PostDoc Bewerbungen aufwiegen?

Die Antwort des DHV-Expertenteams: Ihre Frage, ob Sie nach Ihrer Promotion im Bereich der Umweltchemie in Neuseeland trotz Vernetzung eine vernünftige Stelle in der europäischen Forschung erhalten können, lässt sich leider nicht ohne weiteres beantworten. Insofern kommt es sicherlich darauf an, welchen Bereich der Forschung Sie favorisieren. So ist neben dem außeruniversitären Forschungsbereich in der Wirtschaft oder Industrie oder in außeruniversitären Einrichtungen insbesondere auch an die universitäre Forschung zu denken. Letztlich wird es hier jedoch auf Ihre konkreten Vorstellungen sowie Ihren Schwerpunkt im Bereich der Umweltchemie ankommen. Daher ist es bereits jetzt empfehlenswert, beispielsweise den akademischen Stellenmarkt zu beobachten. Für Ihre Stellensuche können Sie auf vielfältige Informationsquellen zurückgreifen. An dieser Stelle seien nur einige wenige genannt.

Fast jede Hochschule präsentiert sich inzwischen mit ihrem eigenen Stellenmarkt im Internet. Als Beispiel sei nur die Universität Heidelberg genannt, die mit "SCIENCE-JOBS-DE" Stellenausschreibungen von Wissenschaftlern für die Wissenschaft ins Netz stellt.

Unter www.academics.de kann man sich, nach Fachbereichen geordnet, über die aktuellen Ausschreibungen der Universitäten informieren.

Der Ausschreibungsdienst des Deutschen Hochschulverbandes stellt seinen Mitgliedern die vollständigen Texte aller Ausschreibungen der vakanten Professorenstellen kostenfrei zur Verfügung.

Für Nachwuchswissenschaftler, die sich im Ausland befinden, ist ebenfalls gesorgt: Die German Scholars Organization (GSO) stellt - allerdings nur ihren Mitgliedern - eine Jobbörse mit Stellen in Deutschland zur Verfügung.

Im Printbereich bieten vor allem die Wochenzeitung Die Zeit und die monatlich erscheinende Zeitschrift Forschung & Lehre einen Überblick über den aktuellen akademischen Stellenmarkt.

Darüber hinaus wird es auch darauf ankommen, auf welche Weise Sie beispielsweise durch Publikatonstätigkeit national bzw. international in Erscheinung getreten sind.
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