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Nach hochschulinternem Wechsel doch keine Einladung zur Probevorlesung

Nach hochschulinternem Wechsel doch keine Einladung zur Probevorlesung© 1000words - Fotolia.com

Vor ca. 1,5 Jahren habe ich mich auf eine Professorenstelle (FH) beworben. Nach Prüfung meiner Unterlagen und Auswahlverfahren wurde ich zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch eingeladen. Im Anschluss an das Gespräch erhielt ich einige Wochen darauf die Einladung, eine Probevorlesung zu halten. Einige Wochen nach dieser Probevorlesung hat aber hochschulintern der zuständige Fachbereichsleiter gewechselt und die Professur wurde nochmals ausgeschrieben.

Erst nach telefonischer Nachfrage bei der Hochschulverwaltung (schriftlich wurde ich darüber zu keinem Zeitpunkt informiert) teilte man mir mit, dass ich selbstverständlich nochmals zu einer Probevorlesung eingeladen werde, da der neue Fachbereichsleiter mich ja noch nicht kennen würde. Jetzt erhielt ich vor einigen Tagen die Nachricht, dass die Vorschlagsliste fertiggestellt ist, ich aber leider nicht auf dieser Liste stehe.

Meine Frage: Kann es denn möglich sein, dass man das ganze Verfahren durchsteht, am Schluss mit nur noch einer handvoll Mitbewerbern zur Probevorlesung eingeladen wird und dann nach einem hochschulinternen Wechsel nicht mal mehr auf der Liste steht? Und was kann ich jetzt noch tun?

Die Antwort des DHV-Expertenteams: Zur Frage des Ablaufs eines Berufungsverfahrens können wir uns nur allgemein äußern. Generell gilt aber, dass ein Berufungsverfahren aus sachlichen Gründen jederzeit abgebrochen werden kann. In diesem Zusammenhang kann es dann auch zu einer Neuausschreibung kommen. Wird ein Bewerber in einem Berufungsverfahren nicht berücksichtigt, so hat er prinzipiell die Möglichkeit, eine so genannte Konkurrentenklage zu erheben, die das Ziel hat, die Rechtmäßigkeit des (Auswahl-)Verfahrens gerichtlich überprüfen zu lassen.
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