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Romanisten gegen Änderung der Semesterzeiten

 

Die internationale Angleichung der Semesterzeiten verhindert Gastaufenthalte ausländischer Dozenten.

Romanisten gegen Änderung der SemesterzeitenPaul Geyer, Vorsitzender des Deutschen Romanistenverbandes
Der Deutsche Romanistenverband hat sich gegen den Vorschlag der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) ausgesprochen, die Vorlesungszeiten international anzugleichen.

Gerade die verschiedene Semestereinteilung der europäischen Universitäten ermögliche es nach Ansicht des Verbandes, ausländische Dozenten für Kurse im laufenden Semester zu gewinnen, während in Deutschland arbeitende Lehrkräfte die Chance erhielten, im Ausland zu unterrichten, ohne dass an der jeweiligen Heimatuniversität Veranstaltungen ausfallen müssten.

Nachteile für Studenten im Absolvieren von Praktika und Sommerjobs

Eine Verkürzung der vorlesungsfreien Zeit im Sommer auf zwei Monate würde dazu führen, dass Studenten weder die im Rahmen der Bachelor-Master-Studiengänge erforderlichen umfangreichen Praktika absolvieren könnten noch Raum für Ferien oder Jobs im Sommer hätten.

Darüber hinaus fehle den Dozenten die Zeit für die Nachbereitung des Sommersemesters und die Vorbereitung des Wintersemesters sowie die während der Vorlesungszeit kaum leistbare Forschungsarbeit.

Da der September traditionell der wichtigste Kongressmonat sei, wäre durch die Vorverlegung der Semesterzeiten die Teilnahme am Wissenschaftsdiskurs nur noch eingeschränkt möglich.

Aus Forschung und Lehre :: Juli 2008

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