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Studiengebühren: Studenten unzufrieden mit der Verwendung

 

Studenten sind trotz der Studiengebühren mit der Lehrsituation unzufrieden. Die größte Unzufriedenheit ist an der Universität Wuppertal zu verzeichnen.

Studiengebühren: Studenten unzufrieden mit der Verwendung© Gerd VogelsangDie Universität Wuppertal schnitt in der Umfrage zur Verwendung der Studiengebühren am schlechtesten ab
Die Studenten sind mit der Verwendung der Studiengebühren an den Universitäten sehr unzufrieden. Das geht aus der bundesweiten Studie "Gebührenkompass" der Universität Hohenheim hervor.

Im Bundesdurchschnitt gaben die Gebührenzahler ihren Universitäten die Schulnote vier bis fünf.

74,1 Prozent der Befragten gaben an, dass sich trotz Studiengebühren die Lehrsituation an ihrer Universität nicht verbessert habe. Dreiviertel dieser Gruppe erwarten auch zukünftig keine Verbesserung der Lehrsituation.

Darüber hinaus gehen rund 85 Prozent der Befragten davon aus, dass die Bundesländer die Studiengebühren dazu nutzen werden, die Basisfinanzierung der Universitäten zu reduzieren.

Von den insgesamt 54 Universitäten, die Studiengebühren erheben, schnitten die Universitäten Bayreuth (3,75), Clausthal- Zellerfeld (3,81), Konstanz (3,89) sowie Bamberg und die RWTH Aachen (jeweils 3,93) noch am besten ab.

Die größte Unzufriedenheit besteht an den Universitäten Wuppertal (5,37), Duisburg-Essen (5,34), Universität München (5,11), Oldenburg (5,09), Siegen (5,08), Düsseldorf (5,06), Bielefeld (5,03), Stuttgart (5,02) und (HafenCity Universität) Hamburg (5,02).

Im Vergleich der Bundesländer zeigt sich ein leichtes Nord-Süd-Gefälle in Deutschland: Studenten in Bayern (4,27) und Baden- Württemberg (4,43) beurteilten den Einsatz der Studiengebühren etwas besser als in Hamburg und Nordrhein- Westfalen (jeweils 4,76).

Aus Forschung und Lehre :: August 2008

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