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Vergütung bei Vertretungsprofessur

Vergütung bei Vertretungsprofessur© Luseen - iStockphoto.com

Ich habe eine Frage zur Vergütung bei einer Vertretungsprofessur. Falls es zu einer Einstellung kommt, würde ich voraussichtlich W2, Tarif Ost (Sachsen) erhalten. Nun meine Fragen: Mit welchen Sozialversicherungsabgaben muss ich rechnen, (bei einer Vertretung erfolgt ja keine Verbeamtung)? Ist es auch als Vertretung möglich, Bezüge für zusätzliche Leistungen (Abnahme von Prüfungen etc.) zu erhalten?

Die Antwort des DHV-Expertenteams: Eine gesetzliche oder tarifvertragliche Vergütungsregelung für Professurvertretungen existiert nicht. Grundsätzlich entspricht es aber der Praxis, daß die Vergütungen sich an den Besoldungsgruppen für Professoren orientiert. Nach der KMK-Vereinbarung sollen Professurvertreter lediglich eine Vergütung bis zur Höhe der Besoldung der zu vertretenden Professur erhalten können. Die Einzelheiten werden in der Regel durch einen Erlaß des Ministeriums für Wissenschaft und Forschung geregelt. Diese können von Bundesland zu Bundesland variieren.

Danach sollen Leistungsbezüge regelmäßig nicht gewährt werden, die über die Grundbezüge der Besoldungsordnung W 2 respektive W 3 hinausgehen. Nur in Einzelfällen kann das Gehalt des Lehrstuhlvertreters über dem jeweiligen Grundgehalt der Besoldungsgruppe W liegen. In Betracht kommt dies zum Beispiel, wenn die aktuelle Vergütung des Lehrstuhlvertreters höher ist als die avisierte W-Besoldung.