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Was bedeutet die Zwölf-Jahres-Regelung?

Was bedeutet die Zwölf-Jahres-Regelung?© Enrico Fianchini - iStockphoto.com

Die Antwort des DHV-Expertenteams: Für wissenschaftliche Mitarbeiter wurde mit der am 31. Dezember 2004 in Kraft getretenen sog. Reparatur- Novelle zum HRG ein neues Befristungsrecht eingeführt. Die sog. 12-Jahres-Regelung nach § 57 b HRG meint die Befristung von wissenschaftlichen Mitarbeiterverträgen vor der Promotion auf 6 Jahre und nach abgeschlossener Promotion ebenfalls auf 6 Jahre (bzw. in der Medizin auf bis zu 9 Jahre).

Für die Zeit vor der Promotion werden alle befristeten Arbeitsverhältnisse (an Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland) mit mehr als 41,8 Stunden monatlich zusammengerechnet. Angerechnet wird auch die Zeit als wissenschaftliche (nicht als studentische) Hilfskraft. Für die Zeiten in der Post-Promotions-Phase sind ebenfalls alle befristeten Arbeitsverhältnisse mit mehr als 41,8 Stunden anzurechnen - mit zwei Besonderheiten. Die Befristungsdauer verlängert sich um die vor der Promotion ersparten Jahre - also um die Zeit, die vor der Promotion zusammengerechnet weniger als sechs Jahre betragen hat.

Auf die Befristung nach der Promotion wird auch die Dauer der nachgewiesenen Promotionszeit (z.B. Promotionsstipendium) ohne Beschäftigung an der Hochschule angerechnet. Zeiten als Professorvertreter/Gastprofessor sind nicht anzurechnen. Nach dieser 12 Jahres-Befristung nach HRG gibt es noch zusätzliche, bisher in den Hochschulen selten genutzte Möglichkeiten weiterer befristeter Verträge nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz (§ 14 TzBfG).

Aus Forschung & Lehre :: Von Birgit Ufermann