Das Karriereportal für Wissenschaft & Forschung von In Kooperation mit DIE ZEIT Forschung und Lehre

Was bringt ein Doktortitel im öffentlichen Dienst?

Was bringt ein Doktortitel im öffentlichen Dienst?© adienache - stock.xchng

Ich werde in Kürze mein Studium der Sozialwissenschaften beenden, voraussichtlich mit mindestens 2,0. Ich kann mir vorstellen, erst einmal in der Wissenschaft zu bleiben und später, eventuell mit einem Doktortitel, in den öffentlichen Dienst zu gehen.

Meine erste Frage: Diese Reihenfolge erscheint mir sinnvoller als umgekehrt - wenn man einmal aus der Wissenschaft raus ist, ist es besonders schwer, wieder rein zu kommen?

Meine zweite Frage: Was bringt ein Doktortitel im öffentlichen Dienst?

Die Antwort des DHV-Expertenteams: Es ist zweifelsohne im Regelfall durchaus hilfreich, ein Promotionsvorhaben vor Einstieg in das Berufsleben abzuschließen. Allerdings sind auch berufsbegleitende Promotionen möglich, die Erfahrung zeigt jedoch, dass dies mit erheblichen zeitlichen Limitationen über einen nicht zu unterschätzenden Zeitraum verbunden ist.

Insoweit würden wir die von Ihnen avisierte Reihenfolge durchaus unterstützen wollen. Vergütungsrechtlich gilt es darauf hinzuweisen, dass nach den derzeitigen Tarifverträgen im öffentlichen Dienst an eine Promotion oder Habilitation keine unmittelbaren Folgen geknüpft sind. Vielmehr stellen die Vergütungsstrukturen auf ein abgeschlossenes Hochschulstudium ab.

Erfahrungsgemäß ist es aber so, dass auch im öffentlichen Dienst leitende Funktionen mit promovierten Bewerberinnen und Bewerbern besetzt werden.