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Was sind habilitationsäquivalente Leistungen?

Was sind habilitationsäquivalente Leistungen?© Aaron Murphy - stock.xchng

Im Rahmen von Ausschreibungen ist häufig zu lesen, dass Bewerbungsvoraussetzung eine Habilitation oder habilitationsäquivalente Leistung im ausgeschriebenen Fach ist. Was aber ist darunter zu verstehen?

Die Antwort des DHV-Expertenteams: Allgemeingültige einheitliche Regelungen, was unter einer derartigen vergleichbaren Leistung zu verstehen ist, gibt es nicht. Es ist Sache der jeweiligen Hochschule, hier spezifische Regelungen vorzuhalten. Diese finden sich zumeist in Habilitationsordnungen und können je nach den Usancen in dem jeweiligen Fach divergieren.

Bei einer habilitationsäquivalenten Leistung muss es sich jedoch immer um eine einer Habilitationsschrift gleichwertige Leistung handeln. Diese kann z.B. bei mehreren veröffentlichten wissenschaftlichen Arbeiten vorliegen, die zusammen einer Habilitationsschrift gleichwertig sind (kumulative Habilitation). Ausgeschlossen wird jedoch zumeist die Dissertation.

Hinsichtlich der Anzahl werden je nach Fach zwischen drei und sieben Publikationen gefordert. In jedem Fall muss es sich um herausragende Veröffentlichungen handeln. Teilweise wird gefordert, dass der Zeitpunkt der Publikationen in der Regel nicht länger als fünf Jahre zurückliegen soll. Als Habilitationsschrift kann auch eine wissenschaftliche Arbeit gelten, die der Bewerber als Mitglied einer Forschergruppe unter wesentlicher eigener Beteiligung hervorgebracht hat. In diesem Fall werden zumeist weitere Anforderungen gestellt. So sind z.B. die verfassten Teile als solche zu kennzeichnen.
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