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Was verdienen Juniorprofessoren?

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Die Antwort des DHV-Expertenteams: Bei der Einführung der W-Besoldung sind Juniorprofessoren (W 1) von der Möglichkeit, neben ihrem Grundgehalt (3,405.34 Euro) Leistungsbezüge i. S. v. § 33 Bundesbesoldungsgesetz (Berufungs- und Bleibe-Leistungsbezüge, besondere Leistungsbezüge, Funktions-Leistungsbezüge) zu erhalten, ausgenommen worden. Dies gilt jedoch nicht für eine weitere Novität der W-Besoldung: Gemäß § 35 Bundesbesoldungsgesetz kann das Landesrecht vorsehen, an Professoren, die Mittel privater Dritter für Forschungsvorhaben oder Lehrvorhaben an Hochschulen einwerben und diese Vorhaben durchführen, für die Dauer des Drittmittelflusses aus diesen Mitteln eine nicht ruhegehaltfähige Zulage zu vergeben. Diese Möglichkeit steht nach Maßgabe des jeweiligen Landesbesoldungsgesetzes auch den Juniorprofessoren offen.

Eine Forschungs- und Lehrzulage kann nur aus Mitteln privater Dritter gezahlt werden. Bei öffentlich-rechtlichen Drittmittelvorhaben (z. B. Deutsche Forschungsgemeinschaft) ist eine derartige Zulage ausgeschlossen. Auch erhalten Juniorprofessoren, wenn sie sich als Hochschullehrer bewährt haben, ab dem Zeitpunkt der ersten Verlängerung des Beamtenverhältnisses auf Zeit eine nicht ruhegehaltfähige Zulage in Höhe von monatlich 260,- Euro.

Im übrigen kann die Besoldung des Juniorprofessors schon bei seiner Einstellung durch einen Sonderzuschlag zur Sicherung der Funktions- und Wettbewerbsfähigkeit nach Maßgabe von § 72 Bundesbesoldungsgesetz erhöht werden. Derartige Sonderzuschläge dürfen gewährt werden, wenn ein bestimmter Dienstposten anderenfalls insbesondere im Hinblick auf die fachliche Qualifikation sowie die Bedarfs- und Bewerberlage nicht anforderungsgerecht besetzt werden kann und die Deckung des Personalbedarfs diesen konkreten Fall erfordert. Bei Juniorprofessoren darf der Sonderzuschlag monatlich 10 v. H. des Grundgehalts nicht übersteigen.

Aus Forschung & Lehre :: Von Hubert Detmer
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