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Welche Bedeutung haben Publikationen bei der Bewerbung um eine FH-Professur?

Welche Bedeutung haben Publikationen bei der Bewerbung um eine FH-Professur?© ctacik - iStockphoto.com

Bei Stellenausschreibungen für Fachhochschulprofessuren gibt es manchmal den Zusatz "gegebenenfalls Publikationsliste". Nun stellt sich mir die Frage, wie das 'gegebenenfalls' zu interpretieren ist.

Einerseits muss ja jeder FH-Professor laut Landeshochschulgesetzen in der Regel promoviert sein, also mindestens eine Publikation vorweisen. Andererseits scheint die Zahl (und Qualität) der Publikationen von unterschiedlichen Fachhochschulen sehr unterschiedlich gewichtet zu werden. Kann man davon ausgehen, dass der Zusatz 'gegebenenfalls' bedeutet, das hier keine umfangreiche Publikationsliste notwendig ist?

Die Antwort des DHV-Expertenteams: In der Tat gehört zu den Einstellungsvoraussetzungen für eine FH-Professur insbesondere der Nachweis der Befähigung zur wissenschaftlichen Arbeit, welcher in der Regel durch die Qualität der Promotion erfolgt. Der Bewerber um eine Professur muss also grundsätzlich nicht darüber hinausgehende Publikationen vorweisen.

Gleichwohl spiegelt sich in weitergehenden wissenschaftlichen Publikationen in angesehenen Fachzeitschriften die wissenschaftlich vertiefte Tätigkeit des Bewerbers und seine Visibilität in der Scientific Community wider. Insofern ist es für Bewerbungen durchaus empfehlenswert, etwaig vorhandene Publikationen auch durch ein Publikationsverzeichnis nachzuweisen. Zwingend ist dies freilich nicht.
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