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Wie führe ich erfolgreich Ausstattungsverhandlungen?

Wie führe ich erfolgreich Ausstattungsverhandlungen?© Sanja Gjenero - stock.xchng

Die Antwort des DHV-Expertenteams: Ausstattungsverhandlungen werden insbesondere im Rahmen von Berufungsverhandlungen aber auch anlässlich des Verbleibs an einer Hochschule geführt. Gegenstände der Verhandlungen sind regelmäßig die Zahl und besoldungsmäßige Eingruppierung der wissenschaftlichen und nicht-wissenschaftlichen Mitarbeiter, die Erstausstattung, die zukünftig zu erwartenden jährlichen Mittel sowie die räumliche Unterbringung.

Erfolgreiche Ausstattungsverhandlungen können insbesondere dann geführt werden, wenn Klarheit über die Rahmenbedingungen vor Ort herrscht. Neben einem Überblick über den Institutsetat ist die Kenntnis der Schwerpunkte und Zielsetzungen des Fachbereiches bzw. der Hochschule in den nächsten Jahren vorteilhaft. Auch Vorgespräche mit Fachkollegen können in diesem Zusammenhang hilfreich sein. Auf dieser Grundlage empfiehlt sich sodann die Erstellung eines Konzepts über Schwerpunkte und geplante Vorhaben in Forschung, Lehre, Nachwuchsförderung u. a. sowie hieraus resultierender Ausstattungswünsche. Überlegenswert ist insoweit auch, ob neu anzuschaffende Arbeitsmittel, Laboratorien oder andere Forschungsmittel mit anderen Wissenschaftlern geteilt werden könnten. Mitunter werden Mittel nur zur "Anschubfinanzierung" benötigt.

Bestmögliche Verhandlungsergebnisse können insbesondere dann erzielt werden, wenn sich auch aus Sicht des Verhandlungspartners der Ausstattungsbedarf ohne weiteres aus den Arbeitsschwerpunkten und konkreten Projekten des Professors ergibt. Unter Umständen können auch konkrete Absprachen im Rahmen von Zielvereinbarungen getroffen werden. Ziel der Ausstattungsverhandlungen ist es schließlich, eine schriftliche und verbindliche Zusage über die personelle, sachliche und räumliche Ausstattung zu erhalten. Der Erfolg der Verhandlungen hängt letztlich neben dem Verhandlungsgeschick des Professors von vielen Faktoren ab, insbesondere den individuellen Umständen des Einzelfalles.

Aus Forschung & Lehre :: 09/2007 :: Von Juliane Koch